P44-DSB - Informationen für Installation und Support

Diese Dokumentationsseite richtet sich an Supporter und Installateure, und liefert für Planung, Installation und Unterhalt nützliche Informationen.

Die folgenden Quicklinks verweisen direkt auf besonders wichtige Themen, ansonsten gibt das Inhaltsverzeichnis (links als Spalte eingeblendet wenn die Browserseite genug breit ist, auf dem Mobile ganz oben) einen Überblick.

Systematische Fehlersuche:

Stromversorgung:

P44-DSB wird im dSS nicht oder nicht zuverlässig angezeigt:

Weboberfläche der P44-DSB von Ferne aufrufen:

Zuviel/zuwenig im Log sichtbar:

DALI-Bus-Probleme:

Enocean-Probleme:

Support von plan44 erhalten:

Stromversorgung

Stromversorgung via Steckernetzteil

Ein passendes Steckernezteil wird mit jeder P44-DSB geliefert.

  • Die P44-DSB-DEH (erstes Model, nicht die P44-DSB-DEH2) braucht ein Netzteil mit 12-18V, Rundstecker, Pluspol innen, mindestens 800mA Stromfestigkeit. Bei einem scheinbaren Defekt der P44-DSB-DEH (LED leuchtet noch gelb, aber kein Zugriff und keine Funktion mehr) ist in den allermeisten Fällen das Netzteil defekt (nicht ganz, aber so geschwächt dass nur die LED leuchtet, das Gerät aber nicht starten kann). Die meisten handelsüblichen WLAN-Router haben solche Netzteile (üblicherweise 12V).

  • Alle anderen Produkte (P44-DSB-E2, -DEH2, P44-DSB-E, P44-LC-DE) werden via 5V/1A-Netzteil mit Micro-USB-Stecker versorgt. Fast jedes Netzteil mit Micro-USB-Stecker ist kompatibel, wenn es 5W (=1A) Ausgangsleistung oder mehr hat.

  • Auch wenn ein Gerät im Netzwerk erreichbar ist, es aber Probleme mit dem DALI-Bus gibt (unerklärliche Adresskonflikte etc.) kann u.U. auch das Netzteil das Problem sein. Allerdings eher selten, DALI Probleme haben öfters andere Ursachen, s. Tips zur Fehlersuche.

Stromversorgung via Ethernetkabel und Passive Power over Ethernet (PPoE)

  • Die Produkte P44-DSB-DEH2, P44-DSB-E2 und P44-LC-DE können alternativ auch via Passive PoE (PPoE) versorgt werden. PPoE ist nicht dasselbe wie PoE (wie es gewisse Ethernet-Switches bereitstellen).
  • Bei Passive-PoE/PPoE braucht es einen passenden Injector und ein Netzteil mit der richtigen Spannung, was z.B. im P44-PPoE Kit von plan44 enthalten ist. Es können auch andere Injectoren und Netzteile verwendet werden, solange der Aufbau dieser Dokumentation entspricht.
  • Bei seltsamen DALI-Problemen und PPoE-Versorgung: Probeweise Steckernetzteil verwenden.

    Niemals PPoE und Steckernetzteil gleichzeitig verwenden!

    Dadurch können Querströme entstehen, die je nach beteiligten Netzgeräten Schaden an diesen anrichten können oder auch die Versorgungs-Chip-Sicherung in der P44-DSB/LC ansprechen lassen (schützt das Gerät vor ernsthaftem Defekt, es muss aber repariert werden)

Zugriff auf die P44-DSB-Weboberfläche

Für Installation und Support ist Zugriff auf die Weboberfläche des P44-DSB-Geräts notwendig. Im Normalfall und mit einem PC/Mac im lokalen Netz erreicht man diese via dSS-Konfigurator im "Hardware"-Tab, mit Rechtsclick auf eine der P44-Zeilen bei "Meter & Controller".

Im Supportfall möchte man aber oft von ferne zugreifen, oder die Verbindung zum dSS besteht noch nicht. Dann helfen die folgenden Methoden:

Auffinden einer P44-DSB im lokalen Netz

Wenn die P44-DSB auf DHCP eingestellt ist (was sie sein sollte, s. Netzwerkconfiguration), dann ist die IP-Adresse im LAN-Router üblicherweise in einer Tabelle der DHCP-Clients zu finden.

Die P44-DSB machen sich aber immer auch über DNS-SD im lokalen Netz auffindbar. DNS-SD ist auch der Mechanismus, den der dSS verwendet, um P44-DSBs zu finden.

Tools mit graphischer Oberfläche:

  • für macOS: für Vielnutzer am bequemsten mit der App Localsites von plan44.ch; kostet CHF 1 im Appstore.
  • für macOS: kostenlos mit der App Discovery - DNS-SD Browser von Lily Ballard.
  • für iPhone/iPad: kostenlos mit der App Discovery - DNS-SD Browser von Lily Ballard.
  • für Linux am Beispiel Ubuntu: Mit der GUI-App Avahi Zeroconf Browser
  • für Windows: gibt es leider immer noch nix, obwohl sich DNS-SD definitiv durchgesetzt hat (und intern in Windows auch für die Druckersuche etc. verwendet wird).

Auf der Kommandozeile:

macOS und teilweise Windows, ab Windows 10, je nach installierter Software
mit dns-sd -B _http._tcp die Liste der Geräte abrufen, Tool muss mit Ctrl-C beendet werden.
mit dns-sd -L 'Name des Geräts EXAKT wie in der Liste' _http._tcp hostname des Geräts anzeigen, etwas in der Form p44dsbe243215672.local.
mit dns-sd -G v4 hostname.local. die IP-Adresse anzeigen
Linux, Windows mit installiertem Windows Subsystem für Linux (WSL):
mit avahi-browse -t -r _http._tcp alle Geräte und ihre IP-Adressen anzeigen

Fernzugriff

Direkt auf P44-DSB-DEH2, P44-DSB-E2, P44-DSB-D, P44-DSB-E (aber nicht das ältere Modell P44-DSB-DEH)

Ab Firmware 2.0.0.0 haben die P44-DSB-Geräte eine direkte Möglichkeit, Fernzugriff auf ähnliche Weise wie beim dSS einzuschalten:

  • Die Serverkapazität von plan44.ch ist nicht dafür ausgelegt, dass alle Geräte dauernd Fernzugriff machen! Deshalb ist die Option ein bisschen versteckt in der Weboberfläche. Bitte nur zu Supportzwecken verwenden und nachher wieder ausschalten.
  • Auf dem Tab "System" den Knopf "Rename..." mit gedrückter Cmd (Mac) oder Ctrl (PC) -Taste clicken.
  • In dem erscheinenden Dialog kann dann der Fernzugriff durch einen Click freigeschaltet und ein E-Mail mit dem Link versendet werden. Das funktioniert aus Sicherheitsgründen aber nur, wenn das Gerät ein anderes als das Standardpasswort hat (wie beim dSS auch).

    Remote Access Dialog auf P44-xx

Indirekt über dSS (geht auch für die ältere P44-DSB-DEH)

Wenn Digital Strom-Fernzugriff zu einer Installation besteht, kann die Weboberfläche angeschlossener P44-DSB auch über einen sogenannten ssh-Tunnel erreicht werden:

  • Im dSS muss unter "System" → "System Einstellungen" → "System" → "Zugang via SSH" eingeschaltet sein.
  • Aus der pagekite Fernzugriffs-URL nur den Hostnamen kopieren (also ohne https:// und ohne alles nach dem ersten /), z.B.

    0e77c21a469e42a29de42ec7337adead.digitalstrom.net

  • Die IP-Adresse der P44-DSB ermitteln - wenn nicht schon bekannt: Im dSS unter "Hardware" → "Meter & Controller" im Kontextmenu der P44-DSB mit der Maus über den Eintrag "Konfigurationsschnittstelle öffnen" fahren (nicht clicken!), im Statusbar des Browsers die IP-Adresse notieren

  • Entweder: Auf einer Unix-kompatiblen Konsole (Linux, BSD, Mac OS X, Cygwin, Windows Susbystem for Linux WSL), aktuellen Hostnamen und IP der P44 einsetzen:

    DSSHOST=0e77c21a469e42a29de42ec7337adead.digitalstrom.net
    P44DSBIP=192.168.31.54
    ssh -l dssadmin ${DSSHOST} -L 8980:${P44DSBIP}:80
    
  • Unter Windows mit putty: normale ssh-Verbindung zum dSS einrichten und dann dazu einen Tunnel, wie folgt (am Schluss Add drücken):

    Putty Tunnelkonfiguration

    und dann die Verbindung aufbauen.

  • Auf dem lokalen PC die URL http://localhost:8980 aufrufen, es erscheint die Weboberfläche der P44-DSB.

    http verwenden, nicht https

    Der Tunnel ist für unverschlüsseltes http, die URL im Browser darf deshalb nicht mit https:// beginnen. Das ist kein Sicherheitsrisiko, da der ssh-Tunnel selber schon verschlüsselt ist. Zudem wäre der Zugriff auf die alte P44-DSB-DEH mit https kaum möglich, weil unendlich langsam.

Netzwerkkonfiguration

Netzwerk - allgemein zu beachten

  • Eine P44-DSB kann zur gleichen Zeit nur mit einem dSS verbunden sein. Wenn es im LAN mehrere dSS hat (was in Testumgebungen manchmal vorkommt), stimmen sich diese automatisch ab, dass nur einer die P44-DSB einbindet. Welcher dSS von mehreren das ist, kann nicht vorhergesagt werden. In unglücklichen Fällen (z.B. nervöses schnelles an- und abstecken von P44 und oder dSSs) kann es auch passieren, dass zwei dSS meinen, die Verbindung zu haben. Deshalb, wenn mehrere dSS in einem LAN sind, immer kontrollieren:

    • in beiden Konfiguratoren
    • jeweils im Tab "System" → "Zugriffsberechtigung" → "Freigabe Netzwerk-Geräte"
    • schauen ob die P44-DSB da auftaucht
    • sicherstellen dass die Checkbox "Verbindung" nur bei einem dSS gesetzt ist, bei allen anderen darf sie nicht gesetzt sein!
  • Die P44-DSB sind ab Werk auf DHCP eingestellt, im LAN muss deshalb ein Router mit DCHP vorhanden sein. Nur Netzwerkkabel zwischen dSS und P44-DSB reicht nicht.

  • Mehrere Router mit eingeschaltetem DHCP führt zu groben Störungen. Daran ist insbesondere zu denken, wenn für Servicezwecke auf einer Baustelle z.B. ein mobiler GSM/LTE-Router zusätzlich angeschlossen wird!

Statische IP oder nicht?

  • Statische IP-Adressen können eine Installation übersichtlicher machen, deshalb werden sie von Installateuren gern anstelle von automatischer IP-Vergabe über DHCP verwendet.

  • Es ist aber dennoch heutzutage dringend davon abzuraten, statische IPs zu verwenden, wenn der Router des lokalen Netzes nicht fester Teil der Installation ist, sondern ein Gerät, das vom Kunden bzw. dessen Provider mitgebracht wird.

    Da führt ein Gerätewechsel oder eine Umstellung des Internet-Providers dann zu plötzlichem Verlust der Verbindung, weil die fixen IP-Adressen nicht mehr passen, und es gibt einen Supportfall.

  • Verbindungen über dynamische IPs via DHCP sind nicht instabiler als solche mit statischen IPs. Deshalb wenn möglich die P44-DSB (wie voreingestellt) mit DHCP verwenden, und nur dann eine statische IP einstellen, wenn dringende Gründe dafür vorliegen. Auf fixe IP-Adressen eingestellte P44-DSB, die deshalb in einer anderen Umgebung nicht mehr funktionieren und als "defekt" retourniert werden, haben keinen Garantieanspruch.

Verbindung zwischen dSS und P44-DSB

  • Die Ethernet-Verbindung zwischen dSS und P44-DSB-Geräten, und auch zwischen diesen und allfälligen hue-Bridges, sollte immer über einen für die Digital Strom-Installation reservierten, "dummen" Switch gehen.

    "Dumm" sollte der Switch deshalb sein, weil "smarte"-Switches leider oft standardmässig die Verteilung von IPv4 Multicast-Netwerkpaketen beschränken, wenn sie IGMP Snooping nicht oder fehlerhaft implementieren.

    IPv4 Multicast ist aber die Basis von DNS-SD, welches erst möglich macht dass dSS und P44-DSB und hue-Bridges (und viele andere modernere Geräte wie Matter-Geräte, diverse Audio-Abspieler, fast alle Drucker) sich im Netzwerk finden. Ist IPv4 Multicast unzuverlässig, dann ist auch die Verbindung zwischen den Geräten unzuverlässig, was bei Home Automation besonders störend ist.

  • Eine Verbindung zwischen dSS und P44-DSB kann nur zustande kommen, wenn im dSS-Konfigurator im Tab "System" → "Zugriffsberechtigung" → "Freigabe Netzwerk-Geräte" die P44-DSB erscheint und die Checkbox "Verbindung" aktiv ist. Das ist normalerweise nach dem Anschluss einer P44-DSB automatisch der Fall, aber bei wiederverwendeten P44-DSB und dSS ohne Komplettreset, kann es auch vorkommen dass die Checkbox inaktiv ist und manuell gesetzt werden muss. Auch wenn mehrere dSS im Spiel sind, kann die Automatik versagen.

Fehlersuche bei P44-DSB-Problemen

Allgemeines Vorgehen

Für eine erfolgreiche Fehlersuche sollten in allen Fällen folgende Fragen vorab in dieser Reihenfolge geklärt werden:

  1. Zustand der LED am Gerät:

    • leuchtet gar nicht → Stromversorgung (Netzteil, PPoE) überprüfen. Wenn die Stromversorgung i.O. ist, ist die LED nie ganz dunkel.
    • leuchtet dauernd gelb bei der P44-DSB-DEH (erstes DALI-Modell), auch nach längerem Warten → vermutlich ist das Netzteil altersschwach und muss ersetzt werden. S. Stromversorgung.
    • leuchtet nach dem Start lange gelb: wenn ein DALI-Bus mit vielen DALI-EVGs/Treibern angeschlossen ist → Geduld! DALI ist langsam und braucht lange (>10min möglich je nach Anzahl DALI-Geräte) nach einem Neustart. Hektisches Unterbrechen und Neustarten macht die Situation meist schlimmer.
    • grün mit gelegentlichem gelben Aufblinken → Normalbetrieb, alles in Ordnung, gelbe Blinker zeigen Aktivität an (betätigter Taster, Zustandsänderung einer Leuchte, eines Sensorwerts etc.)
  2. Wird das Gerät im dSS-Konfigurator angezeigt im Tab "Hardware" → "Meter & Controller"?

  3. Kann die Weboberfläche der P44-DSB aufgerufen werden?

    • Vor Ort oder via Teamviewer auf ein Gerät vor Ort: Durch Rechtsclick auf eine der P44-DSB-Zeilen in "Hardware" → "Meter & Controller", ganz unten im Kontextmenu "Konfigurationsschnittstelle öffnen" auswählen.
    • Per Fernwartung: wenn der dSS-Konfigurator via pagekite-Link von Ferne aufgerufen wird, funktioniert der Menübefehl nicht. Es gibt aber verschiedene Möglichkeiten für Fernzugriff auf die P44-DSB-Weboberfläche.
    • Wenn die Weboberfläche nur teilweise oder seltsam erscheint, oder Fehlermeldungen ("Ajax error...") anzeigt, liegt das meistens am Browser-Cache → Seite neu laden mit Cmd-R (Mac) / Ctrl-R oder F5 (PC), im Zweifelsfall auch force reload mit Cmd-Shift-R (Mac) / Ctrl-F5 oder Ctrl-Shift-R (PC).
  4. Welche Firmware-Version hat das Gerät?

    • Bei sehr alter Firmware (<Version 2.0) können neuere dSS keine Verbindung aufnehmen → P44-DSB aktualisieren.
  5. Erscheint das problematische Endgerät auf dem Tab "Devices" in der P44-DSB-Weboberfläche?

    Falls nicht:

    • Bei DALI: siehe DALI-Fehlersuche
    • Bei EnOcean: siehe Einlernen
    • Bei hue: Bridge auf Funktion überprüfen (mit der hue-App), evtl. neu scannen über "Devices" → hue-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "Scan for devices..." → "Look for new devices only"
  6. Funktioniert das problematische Gerät von der P44-DSB-Weboberfäche aus?

    • Wenn das Gerät von der P44-DSB zwar beim Start erkannt wurde, aber aktuell nicht erreichbar ist oder bei Funksensoren schon sehr lange keinen Wert mehr gesendet hat, wird die Zeile inder Liste im Tab "Devices" ausgegraut. Die Spalte "Status" gibt möglicherweise Aufschluss, weshalb (am häufigsten: Timeout bei Sensoren → Empfangssituation überprüfen).

    • Bei Geräten mit schnellen Ausgängen (Leuchten, Schaltsteckdosen etc.): Auf den Knopf mit dem Zahnrädchen-Icon drücken und den Ausgangswert manuell verstellen.

      Reagiert das Gerät? Falls nicht:

    • Bei EnOcean-Heizventilen: diese haben sehr langsam reagierende Ausgänge, es kann je nach Umständen (Sommermodus, Batteriezustand) bis zu 40min dauern, bis sich der Ausgang ändert. Deshalb bringt manuelles Verstellen des Ausgangswerts zum Testen nichts. Die Funktion lässt sich besser überprüfen durch Analyse des Logs.

    • Bei Tastern: Die Funktion "Identify device..." auf dem "Device"-Tab der P44-DSB-Weboberfläche verwenden, und dann den Taster drücken. Es sollte die dSUID des Taster angezeigt werden und die entsprechende Zeile in der Liste wird blau unterlegt.

      Wenn der (EnOcean-) Taster nicht zuverlässig reagiert: Signalstärken überprüfen

    • Bei Sensoren und Eingängen: Auf den Knopf mit dem Drei-Zeilen-Icon drücken. Dann werden alle Eingänge und Sensoren angezeigt, mit laufend (alle 2 Sekunden) aktualisiertem Wert und der Angabe, wann dieser von der Hardware zuletzt gesendet wurde ("Last updated").

      Wenn (EnOcean-)Sensoren keinen Wert liefern, oder viel zu selten: Signalstärken überprüfen

Backup der Konfiguration

Von jeder Installation sollte ein Backup der Konfiguration der P44-DSB erstellt werden.

  • Mit dem Knopf "System" → "Download configuration Backup" wird ein Backup erstellt und landet im Download-Ordner. Der Filename enthält die Seriennummer der P44-DSB und endet auf .p44cfg (ab Firmware 2.6.7) oder .tgz (vor 2.6.7).

  • Das Backup sollte, möglicherweise zusammen mit Dokumentation zur Installation wie einem DALI Hardware Summary, an einem sicheren Ort abgelegt werden.

  • Ein solches Backup kann nach einem Problem auf dem gleichen Gerät, oder bei einem Defekt auch auf einem Ersatzgerät wieder eingespielt werden. Es kann auch bei Supportanfragen als zusätzliche Information

Supportanfragen an plan44.ch

Supportanfragen an plan44.ch funktionieren am effizientesten über das Supportformular oder E-Mail, besonders wenn dabei gleich auch die folgenden Infos bereits aufnotiert sind:

  1. Seriennummer des betroffenen Geräts

    • Die Seriennummer wird in der P44-DSB-Weboberfläche unter "System" → "Serial Number" angezeigt und können mit Rechtsclick selektiert und kopiert werden. MAC, GTIN und vdc host dSUID sind für den Support durch plan44.ch nicht von Belang und müssen nicht extra notiert werden.
    • Die Seriennummer steht auch auf dem Etikett des Geräts.
  2. Präziser Fehlerbeschrieb

    • Welches Gerät (dSUID oder genauen Namen angeben) funktioniert nicht?
    • Welche Bedienungsschritte wurden gemacht: Szene aufgerufen? Taster gedrückt? Direkte Einstellung in der Weboberfläche?
    • Was hätte passieren sollen?
    • Was ist passiert (oder eben nicht)?
  3. Evtl. Logfile mitschicken

    • Wenn ein Problem kürzlich aufgetreten ist, kann es hilfreich sein, das aktuelle Log herunterzuladen und mit der Supportanfrage mitzuschicken. Ein komplettes Logs ist für die Analyse viel nützlicher als nur ein Screenshot mit ein paar Zeilen.
    • Schon ein Blick ins Log kann auch Fehler aufzeigen, bevor eine Supportanfrage nötig ist: Mehr Infos zum Logs siehe nächstes Kapitel.
    • Bei DALI-Problemen ist auch das "DALI Hardware Summary" (s. unten) sehr hilfreich.
  4. Evtl. Konfigurationsbackup mitschicken

    • Wenn eine P44-DSB gar nicht mehr funktioniert, und ein Backup der Konfiguration zur Hand ist, kann dieses nützlich sein zur Analyse des Problems. Solange die P44-DSB noch erreichbar/bedienbar ist, ist das nicht notwendig.
  5. Fernzugriffslink für Fernsupport (plan44.ch und eigene Fernwartung)

    • Mit direktem Zugriff auf das betroffene Gerät funktionieren Fehlerdiagnosen schneller und besser.
    • Der Zugriff auf eine P44-DSB kann entweder über einen Digital Strom-Fernzugriffs-Link (bitte mitschicken, dSS-Passwort angeben) erfolgen, oder über die direkte Fernwartung (nicht bei altem Modell P44-DSB-DEH) ,wie hier beschrieben.

Logs

In vielen Fällen können die Logfiles Aufschluss geben, wenn etwas nicht funktioniert. Es geht nicht darum, jede Zeile zu verstehen, aber einen Überblick zu erhalten, was gerade abläuft und etwaige Fehlermeldungen zu sehen.

Logs werden durch Neustart gelöscht

Anders als beim dSS sind die Logs der P44-DSB nur im RAM, nicht im Flash. Das heisst, sie werden gelöscht wenn das Gerät neu gestartet wird. Deshalb bei Problemen jeweils vor Neustarts ggf. die aktuellen Logs herunterladen und speichern.

Loglevel

Log-Meldungen haben einen "Level" (Wichtigkeits/Detailgrad):

  • E = "Error" = Loglevel 3: Fehlermeldungen. Meldungen in diesem Level bedeuten fast immer, dass etwas wirklich nicht richtig funktioniert, und man die Ursache verstehen und normalerweise auch beheben sollte. Beispiele: Kommunikationsprobleme auf DALI-Bus oder Verbindung zum dSS, Fehlermeldungen von Geräten wie blockierte Heizventilantriebe, Probleme mit dem Abspeichern der Gerätekonfiguration im Flash-Speicher.
  • W = "Warning" = Loglevel 4: Warnungen. Deuten auch auf mögliche Probleme hin, aber auch auf nicht-optimale Zustände, die sich vielleicht von selber wieder lösen, z.B. eine momentan nicht antwortende hue-Bridge.
  • N = "Notice" = Loglevel 5: Das sind allgemein "beachtenswerte" Log-Meldungen im Normalbetrieb, die meistens eine Änderung am Zustand eines Geräts anzeigen (Szenenwechsel, Ausgangsänderung, neuer Sensorwert, Tastendruck). Level 5 ist der Standard-Level der P44-DSB, sinnvoll für den Normalbetrieb.
  • I = "Info" = Loglevel 6: Viel zusätzliche Infos über die Einzelheiten bei der Verarbeitung von Befehlen und Kommunikation mit den Geräten. Im Normalbetrieb ist das zuviel Information, für die Analyse eines Problems oft nützlich.
  • D = "Debug" = Loglevel 7: Ganz viel ganz technische und interne Info. Nur in speziellen Fällen nützlich, meist nur für Entwickler. Dieser Level verursacht wegen der vielen Info auch viel Last auf dem P44-DSB-Gerät und kann es spürbar verlangsamen. Deshalb im Normalbetrieb nicht benutzen!

Der maximal gewünschte Loglevel kann auf dem Tab "System" -> "Logs" eingestellt werden durch Click auf die kleinen Zahlen-Links 7,6,5,4:

Log Settings

Standardmässig (nach Neustart) ist Loglevel 5 eingestellt, d.h. die Meldungen mit Level 6 und 7 (Info und Debug) werden nicht ausgegeben. Das ergibt nicht allzuviele Meldungen, die aber die grundsätzliche Aktivität auf dem Gerät sichtbar machen.

Auf jeder Logzeile steht der zugehörige Level in der eckigen Klammer nach dem Datum als ein Buchstabe, im folgenden Beispiel das "N":

[2022-11-09 18:17:51.492 N] vdSD 72536785B63C6CD8807428477EE2909600: changes to PRESENT

Log-Download

Über die Links "current" und "previous" (s. Screenshot oben) können das aktuelle und das vorherige Log als Ganzes heruntergeladen werden (je nach Browser wird es als Text in einem neuen Tab angezeigt oder landet im Download-Ordner).

  • Der verfügbare Speicher für Logs ist begrenzt. Wenn viele neue Meldungen kommen, werden ältere Logteile gelöscht. Wenn der Loglevel hoch eingestellt ist (6 oder gar 7) kann das relativ schnell passieren, und das Log reicht u.U. nur einige Minuten zurück. Im Normalfall (Level 5) reicht das Log einen oder mehrere Tage zurück.

Fokussieren auf ein problematisches Gerät

Manchmal möchte man ein bestimmtes Gerät beobachten, aber nicht den Log-Level insgesamt höher stellen weil sonst das Log mit zuviel Meldungen überschwemmt wird.

  • Ab Firmware 2.5.0 gibt es dafür den LogLevelOffset: Wenn der Info- (i)- Button mit gedrückter Shift-Taste gedrückt (oder auf einem Tablet: lange gehalten) wird, erscheint eine zusätzliche Zeile im Info-Dialog:

    Log Level Offset Einstellungen

  • Mit Click auf "+1" oder "+2" kann das entsprechende Gerät "geschwätziger" gemacht werden, und umgekehrt mit "-1" oder "-2" auch ruhiger (für den Fall dass z.B. ein einzelner schnell ändernder Sensor, etwa ein Windsensor, das Log füllt obwohl man etwas ganz anderes beobachten möchte).

DALI

Allgemeines

  • DALI, richtig verdrahtet und mit einwandfreien Gerätschaften betrieben ist eine einfache, sehr zuverlässige Technik.

  • DALI kann als Bus oder Stern, oder gemischt mit zwei Adern realisiert sein, die auch Teil eines mehradrigen Kabels mit Niederspannung sein können. Die DALI-Anschlüsse an der P44-DSB sind entsprechend isoliert ausgelegt und auf Sicherheit geprüft.

  • An einem DALI-Bus können bis zu 64 EVGs/LED-Treiber angeschlossen werden. Ältere Farbdimmer belegen aber u.U. für jeden Farbkanal eine DALI-Adresse und zählen entsprechend mehrfach. Moderne sogenannte DT8-Farbleuchten-Treiber hingegen belegen trotz mehreren Farbkanälen nur eine DALI-Adresse.

  • Die Betriebsspannung von ca 14.5V wird von der P44-DSB-DEH bereitgestellt. Die Einspeisung ist kurzschlussfest. Die Polung des DALI-Bus spielt keine Rolle (ist aber am Gerät angeschrieben zur Information). Es darf kein externes DALI-Netzteil zusätzlich angeschlossen werden.

  • Eine gute Verdrahtung ist wichtig. Schlecht geklemmte Kontakte geben Übergangswiderstände und verursachen Spannungsabfall. Wenn die Spannung an einem DALI-Gerät unter 12V ist, funktioniert der Bus nicht mehr zuverlässig (s. DALI-Bus messen)!

  • Insbesondere bei Stromschienen ist Vorsicht geboten. Die Kontakte von gewöhnlichen mehrphasigen Stromschienen sind oft nicht für den Betrieb mit Kleinspannung (DALI ~14V) ausgelegt und haben manchmal zu hohe Übergangswiderstände durch Verschmutzung durch Staub etc., schon etwas abgenutzter Klemmvorrichtung, oder nicht 100% korrektem Einrasten/Klemmen. Das stört den Betrieb mit 230V meist nicht, aber kann korrektes Funktionieren des DALI-Busses verhindern.

  • Fremdspannung am DALI-Bus kann die P44-DSB beschädigen, z.B. direktes Anlegen von Netzspannung zwischen den DALI-Anschlüssen oder ein externes DALI-Netzteil.

  • Die P44-DSB ist dazu da, um DALI-LED-Treiber und EVGs in Digital Strom einzubinden. DALI-Eingabegeräte (z.B. Drehdimmer oder Farbräder, aber auch Lichtsensoren) sind prinzipbedingt nicht unterstützt, diese wollen direkt Befehle an die DALI-Treiber senden und sind nicht dafür ausgelegt, Daten an ein übergeordnetes Steuersystem wie Digital Strom zu übermitteln.

  • Der DALI-Bus hat eine für heutige (und auch schon damalige, DALI wurde ca. 2000 erfunden) Verhältnisse sehr langsame Datenrate. Der Bus kann nur 1200bits/Sekunde übertragen (zum Vergleich: Ethernet hat mindestens 100000000 bits/Sekunde, gern auch 10 oder 100-fach mehr). Das ist im Betrieb gar nicht oder wenig spürbar, und macht den DALI-Bus dafür robust und unkompliziert in der Verdrahtung.

  • Wenn der DALI-Bus gescannt wird, d.h. jedes angeschlossene Gerät gefunden und nach seinen Details abgefragt wird, dann kann das wegen der geringen Datenrate sehr lange dauern, bei einem voll ausgelasteten Bus (64 Geräte) durchaus mehr als 10min. Der Scanprozess sollte möglichst auch nicht unterbrochen werden, weil das zu fehlerhaft erkannten Geräten und mühsamen Folgefehlern führen kann.

  • Es ist beim Einrichten von DALI also etwas Geduld gefragt! Hektisches An- und Abstecken, schnell wiederholtes Neustarten oder Neu-Auslösen von Scans über die Weboberfläche führt selten zum Ziel, sondern verursacht eher weitere Probleme.

DALI-Bus-Ausfall

Wenn der DALI-Bus ausfällt, also z.B. die Stromversorgung einer P44-DSB ausfällt oder das Gerät selber einen Defekt hat, dann gehen DALI-Leuchten auf eine voreingestellte Standardhelligkeit. Für die meisten DALI-Treiber ist diese Notfallhelligkeit auf 100% eingestellt ab Werk. Das ist aus Sicherheitsgründen sinnvoll (Plötzlich Licht ist sicherer als plötzlich dunkel).

Je nach Anwendungsfall ist eine Notfallhelligkeit von 100% aber unerwünscht, z.B. in Schlafräumen etc. Deshalb kann die Standardhelligkeit für jedes DALI-Gerät via P44-DSB neu programmiert werden:

  • Die Leuchte(n) auf die bei einem DALI-Bus-Ausfall gewünschte Helligkeit (oder ganz aus) einstellen
  • Bei jeder Leuchte den Info-Dialog via den (i)-Knopf öffnen
  • Die Taste "Set power-on/default brightness..." drücken, s. Bild
  • Im folgenden Dialog bestätigen.

Standardhelligkeit programmieren

Standardhelligkeit ist im DALI-Gerät gespeichert

Diese Standardhelligkeit ist keine Einstellung der P44-DSB oder Digital Strom, sondern ist direkt im DALI-Gerät gespeichert. Wird das Gerät ausgebaut und anderswo verwendet, bleibt diese Einstellung auf dem Gerät erhalten.

Auswahl der DALI-Geräte

Die eindeutige Identifikation

  • Digital Strom (und jedes andere moderne System) braucht eine eindeutige Identifikation der angeschlossenen Geräte. Bei Digital Strom-Klemmen ist dies die dSID bzw. dSUID, jede einzelne Klemme hat ihre eigene, unveränderliche ID.

  • Bei DALI wurde das Konzept einer eindeutigen Identifikation zwar im Standard festgeschrieben, aber leider in der Praxis von vielen Herstellern ignoriert und von der DALI-Zertifikationsprüfung offenbar auch nicht geprüft. Auch heute (2022) sind immer noch viele DALI-Geräte in diesem Punkt nicht standardkonform, weil sie keine eindeutige Identifikation haben. Die P44-DSB zeigt diesen Umstand in der Status-Spalte der Geräteliste an:

    DALI-Geraet ohne eindeutige Seriennummer

  • Geräte ohne eindeutige Seriennummer können von der P44-DSB nur an einem Merkmal unterschieden werden, und das ist die DALI-Kurzadresse. Diese ist aber weder eindeutig (bei der Installation von nicht 100% fabrikneuen Geräten können leicht mehrere Geräte mit gleicher Kurzadresse zusammenkommen) noch stabil (die Kurzadresse ist veränderbar). Wenn eine Installation einmal richtig konfiguriert ist und nicht mehr verändert wird, ändern sich auch die Kurzadressen nicht, und verhält sich auch über lange Zeit stabil. Werden aber später zusätzliche DALI-Geräte hinzugefügt, besteht bei Geräten ohne stabile Seriennummer immer die Gefahr, dass sie danach untereinander vertauscht im dSS erscheinen

Deshalb: Für eine wirklich langfristig stabile, ohne Probleme erweiterbare DALI-Installation gilt:

  • Wann immer möglich, DALI-Geräte mit eindeutiger Seriennummer verwenden. Bei DALI2-zertifizierten Geräten ist die Chance besser, dass sie eine korrekte Seriennummer haben, aber keine Garantie.

  • In der P44-DSB und im dSS erkennt man Geräte mit eindeutiger Seriennummer daran, dass sie eine sogenannte SGTIN als Hardware-ID, eine Nummer die sowohl den Herstellercode als auch die Seriennummer enthält, in der Form (01)4050300876543(21)365123467. Dies hat den weiteren Vorteil, dass aus dieser Nummer der Hersteller und weitere Infos zum Treibermodell gefunden werden können - im P44-DSB Info-Dialog haben diese DALI-Geräte einen entsprechenden Link, der direkt die richige Seite in der DALI device database aufruft. Allerdings sind nicht alle DALI-Geräte sind in der Datenbank verzeichnet.

    DALI-Geraet mit SGTIN

Leider Seriennummer stellenweise Pfusch, auch bei DALI2

Leider gibt nicht einmal die DALI2-Zertifizierung 100%-ige Sicherheit, dass die "eindeutige Seriennummer" (wie vom Standard unmissverständlich verlangt) wirklich eindeutig ist. Es kommt (zum Glück sehr selten) vor, dass zwei Exemplare desselben VSG-Modells die gleiche Seriennummer haben, auch bei DALi2-zertifizierten Geräten. Wenn die zwei Geräte an derselben P44-DSB angeschlossen werden, kann diese das erkennen und die Seriennummer als ungültig behandlen; wenn sich aber die zwei an verschiedenen P44-DSB, jedoch in der gleichen Digital Strom-Installation befinden, erhalten sie dieselbe dSUID und der dSS sieht nur ein Gerät.

Mehrkanal oder DT8?

  • Die moderneren sogenannten DT8-Treiber für Tunable White (Kalt/Warmweiss) und Vollfarben haben den Vorteil, dass sie trotz 3,4 oder sogar 5 Farbkanälen (RGB, RGBW, RGBWA) nur eine DALI-Adresse belegen, was bis zu 64 Farbleuchten an einer einzigen P44-DSB möglich macht.

    Da DT8 aber ziemlich komplex ist, besteht insbesondere bei No-Name DT8-Dimmern derzeit noch die Gefahr von nicht ausgereifter Firmware, die u.U. dann zu Fehlverhalten führt.

  • Die P44-DSB unterstützt aber auch das "Zusammensetzen" von mehreren Einkanal-DALI-Dimmern (u.U. im selben Gehäuse untergebracht) zu einer RGB, RGBW oder RGBWA-Leuchte. Ausser dass diese Lösung mehrere DALI-Kurzadressen benötigt, spricht aber sonst nichts gegen sie. Die P44-DSB enthält das ganze notwendige Farbmanagement, so dass sich auch eine solche Leuchte im System genauso verhält wie eine mit DT8-Vorschaltgerät.

Empfohlene Inbetriebnahmeschritte

Für möglichst problemlose Installation und Wartung - wie oben erwähnt: DALI-Treiber mit eindeutiger elektronischer Seriennummer verwenden!

Wenn ausschliesslich DALI-Geräte mit eindeutiger Seriennummer an einem Bus in Verwendung sind, gibt es keinerlei Probleme mit vertauschten Leuchten im dSS, und dann kann der Bus jederzeit komplett neugescannt werden ohne die geringsten Bedenken, und es können jederzeit DALI-Treiber hinzugefügt oder ausgetauscht werden. Sind jedoch DALI-Treiber ohne korrekte Seriennummer in Verwendung, emfiehlt sich folgendes schrittweise Vorgehen:

  1. DALI-Installation möglichst komplett verdrahten, P44-DSB noch nicht mit dem DALI-Bus verbinden.

  2. Funktionskontrolle der Leuchten noch ohne DALI-Bus an P44 anzuschliessen: alle sollten leuchten wenn Versorgung anliegt (ausser nicht fabrikneue Geräte, die ggf. auf eine andere Einschalthelligkeit konfiguriert wurden, wie hier beschrieben). Wenn eine Leuchte dunkel bleibt: Verdrahtung kontrollieren.

  3. Wenn der DALI-Bus fertig verdrahtet ist: kontrollieren ob keine Fremdspannung auf dem Bus anliegt. Fremdspannung kann zu einem Defekt an der P44-DSB führen!

  4. Erst jetzt DALI an P44-DSB anstecken und dann aufstarten/neustarten.

  5. Geduld nach dem Neustart, besondern bei vielen DALI-Geräten und wenn viele davon DT8-Leuchten sind (mehr Daten zu übertragen). Ein Komplett-Scan eines vollen Busses geht 10min oder länger. DALI hat eine sehr geringe Datenrate und braucht Zeit! Hektisches Neustarten, Resetten, etc. bringt gar nichts.

  6. Nicht sofort mit Zuordnen im dSS anfangen! Auch nicht mit dem Bilden von DALI-Gruppen etc. Diese Arbeit ist für die Katze, wenn wegen Adresskonflikten der Bus komplett neu gescannt und die Kurzadressen (teilweise) neu vergeben werden müssen.

  7. Wenn unter "Devices" auf der "DALI"-Zeile unter Status eine orange Fehlermeldung wegen "Address collision" kommt (mit dem Mauszeiger darüberfahren, um den ganzen Text lesen zu können), dann heisst das, dass mehrere Geräte auf dem Bus die gleiche Kurzadresse haben. Wenn nicht ausschliesslich fabrikneue DALI-Geräte verwendet wurden (sondern viellicht schon mal in einer anderen (Test–)Installation gebrauchte), kann das vorkommen und ist an dieser Stelle kein wirkiches Problem. In diesem Fall:

    • Unter "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "Scan for devices..." → "Service-only scans..." → "Force full re-scan of all devices" auslösen.
    • Wieder Geduld, kann noch ein bisschen länger gehen als ein normaler Scan.
    • Unter "Devices" auf der "DALI"-Zeile sollte nun kein Fehler mehr angezeigt werden.
  8. Grundsätzliche Funktion der einzelnen Dimmer vorzugsweise in der P44-DSB-Oberfläche kurz testen:

    • "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI bus diagnostics..." aufrufen.
    • Für jeden DALI-Treiber sollte ein grünes Feld erscheinen (Anzahl vergleichen mit den tatsächlich installierten Geräten).
    • Druck auf gelbe Taste "all lights off" muss alle am Bus angeschlossenen Leuchten ausschalten, genauso wie "all lights max brightness" alle einschalten muss.
    • Anclicken eines grünen Felds muss eine Leuchte kurz voll aufleuchten und dann auf minimale Helligkeit (nicht aus) gehen lassen.
    • Wenn bis hier etwas nicht funktioniert, muss der Fehler gesucht und gefunden werden (meist: schlechte DALI-Kontaktierung, zuviel Spannungsabfall, ggf. Verdrahtungsfehler, s. unten)! Solange die Leuchten auf dieser Ebene nicht einwandfrei funktionieren, macht weitere Konfiguration in P44 oder dSS keinen Sinn!

    • Optional: Mit dem "Zahnrädchen"-Button der Leuchten den Helligkeits-Schieberegler (bei Farbleuchten zusätzlich Regler für Farbtemperatur + Farbe) aufrufen und testen, ob die Leuchten wie erwartet reagieren.

  9. Wenn bis dahin alles läuft, dann kann man davon ausgehen dass auf Ebene DALI + P44-DSB alles korrekt ist. Nun sollten die Leuchten auch im dSS erscheinen, und können mit Namen und Raumzuordnungen versehen werden.

    • Wenn im dSS die Leuchten nicht erscheinen oder ausgegraut sind, obwohl sie in der P44-DSB in der Liste sind, liegt es eher an einer unzuverlässigen Verbdinung zu dSS oder allgemeinen Netzwerkproblemen.

    • Wenn es einen "Force full re-scan" gebraucht hat (s. oben), dann sind im dSS vermutlich überzählige, ausgegraute Leuchten sichtbar. Diese können gelöscht werden.

    • Es lohnt sich, die Anzahl Leuchten im dSS mit der Anzahl Leuchten in der P44-DSB zu vergleichen, wenn die nicht gleich sind, ist irgend etwas noch nicht in Ordnung. Zuerst aber auf beiden Seiten die Liste neu laden, damit die Anzeige wirklich aktuell ist.

    In der P44-DSB:

    Anzahl Geräte in der P44

    im dSS:

    Anzahl Geräte im dSS

  10. Erst wenn alles, auch via dSS, richtig funktioniert, kann man das Einschalten des Optimizers in Betracht ziehen, wenn bei grösseren Gruppen von Leuchten die Reaktion zu sehr "lauflichtmässig" (hintereinander) aussieht.

Dokumentation der Installation

Es ist sehr nützlich, eine Dokumentation einer Installation zu haben (und ausserdem natürlich immer: ein Backup der Konfiguration)

Wenn die Inbetriebnahme erfolgreich war, und den Leuchten Namen zugewiesen wurden, empfiehlt es sich deshalb, dazu ein "DALI Hardware Summary" erstellen zu lassen. Ausser ein bisschen Wartezeit (langsamer Bus-Scan) kostet das nichts und ist äusserst nützlich bei späterer Fehlersuche oder zum Mitschicken bei Support-Anfragen.

Das "DALI Hardware Summary" lässt sich über den entsprechenden Button "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI Hardware Summary..." auslösen. Es geht eine separate Browser-Seite auf, bei einem voll besetzten Bus kann es mehrere Minuten dauern, bis das Resultat angezeigt wird:

DALI Bus Overview/Hardware Summary

Die erscheinende Tabelle enthält alle wichtigen Informationen zu allen Geräten auf dem Bus:

  • Die DALI-Kurzadressen aller Geräte
  • die zugeteilten Namen
  • die dSUID
  • Die Qualität der Identifikation (s. dazu auch oben) - wenn hier steht "stable serial", dann sind Verwechslungen nach Änderungen am Bus oder kompletten Re-Scans ausgeschlossen, andernfalls ist Vorsicht angebracht.
  • Es sind etwaige Gruppierungen und aus Einzeldimmern zusammengesetzte Farbleuchten sichtbar, in der Spalte "channel" steht dann der Farbkanal (s. "Farbleiste" im Beispiel).
  • Die Min Brightness (Minimalhelligkeit) - nicht so tolle Dimmer haben hier manchmal einen hohen Wert, d.h. können nicht allzu weit herunterdimmen.
  • DT6 und DT8 geben an, welche Features das DALI-Gerät hat. DT6 ist derzeit (noch) nicht relevant für die P44-DSB, DT8 bedeutet Unterstützung für Farben (Kalt/Warmweiss oder Vollfarbe).
  • Die Spalte LUN (Logical Unit Number) ist interessant bei DALI-Treibern, die mehrere DALI-Dimmer im gleichen Gehäuse haben - da hat das Gerät natürlich nur eine Seriennummer, die einzelnen Dimmer werden durch die LUN unterschieden (die dann in den letzten zwei Stellen der dSUID erscheint)
  • Falls vorhanden, die viel erwähnte elektronische Seriennummer bestehend aus GTIN (EAN) und der eigentlichen Serial, ganz hinten in der Tabelle.

Diese Browserseite ausgedruckt oder als PDF gespeichert aufbewahren bei der Projektdokumentation.

Empfohlenes Vorgehen bei Ergänzung von bestehenden Installationen

Wenn eine Installation nur DALI-Treiber mit eindeutiger elektronischer Seriennummer enthält, und die neu hinzugefügten DALI-Geräte ebenfalls eine elektronische Seriennnummer haben, können sie einfach angeschlossen werden, und die P44-DSB neugestartet werden, und falls es Adresskonflikte geben sollte (passiert nur bei nicht fabrikneuen hinzugefügten Geräten), ein "Force Full Re-Scan" ausgelöst werden. Es gibt keine Verwechslungen, alle dSUIDs bleiben stabil, die neuen Leuchten erscheinen zusätzlich.

Sind jedoch DALI-Treiber ohne Seriennummer in der Installation oder solche werden hinzugefügt, ist folgendes Vorgehen empfohlen:

  1. DALI-Hardware Summary der aktuellen Situation abrufen als Grundlage.

  2. DALI-Bus an der P44-DSB ausstecken (oder alles stromlos machen, inkl. P44-DSB).

  3. Neue DALI-Treiber/Leuchten anschliessen.

  4. DALI-Bus ausgesteckt lassen, P44-DSB (neu)starten bis sie ready ist (LED leuchtet grün, ggf. mit gelegentlichem kurzen gelben Blinken).

  5. Zur Sicherheit: DALI-Bus vor dem Anstecken an die P44-DSB auf Fremspannung prüfen. Fremdspannung kann zu einem Defekt an der P44-DSB führen!

  6. Jetzt erst DALI-Bus anstecken. Die P44-DSB macht keinen automatischen Scan, die Liste der DALI-Geräte bleibt deshalb leer.

  7. "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI bus diagnostics..." aufrufen, und grundsätzliche DALI-Funktion überprüfen (wie oben bei den Inbetriebnahmeschritten beschrieben)

  8. Wenn es hier orange Felder gibt, dann bestehen Adresskonflikte, und es braucht einen "Full Rescan". Wenn alle Felder grün sind, besteht wahrscheinlich kein Adresskonflikt, ganz sicher ist es aber nicht.

  9. Im Vergleich mit dem "DALI-Hardware Summary" sieht man schnell, welche DALI-Kurzadressen neu hinzugekommen sind.

  10. Mit Click auf die neuen grünen Felder sieht man, ob die neuen Leuchten funktionieren, und ob ggf. eine bestehende Leuchte doch einen Adresskonflikt hat und mitreagiert. Wenn das passiert, braucht es einen "Full Rescan".

  11. Fabrikneue Geräte haben jetzt noch keine Kurzadresse, also auch noch kein grünes Feld. Das ist kein Problem, sie erhalten eine freie Kurzadresse beim Scan (s. nächster Punkt).

  12. Wenn kein Adresskonflikt festgestellt wurde, reicht jetzt ein normaler Scan: "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "Scan for devices..." → "Normally re-scan and re-register all devices". Danach sollten alle bisherigen und die neuen Geräte in der Liste erscheinen und mit etwas Verzögerung auch im dSS.

  13. Wenn Adresskonflikte festgestellt wurden, braucht es einen "Full Rescan". Dabei kann es passieren, dass ein neu hinzugefügtes Gerät ohne elektronische Seriennummer mit einem schon vorher installierten ohne Seriennummer vertauscht wird - dann muss man im dSS die Namen und Raumzuteilungen entsprechend korrigieren.

  14. Ansonsten gelten die allgemeinen Hinweise zur Inbetriebnahme, s. oben.

  15. Auch nach einer Änderung ist die Dokumentation des neuen Zustandes mit einem "DALI hardware summary" zu emfehlen.

Optimizer

Weil der DALI-Bus nur eine sehr geringe Datenrate hat, sieht man in Räumen mit vielen DALI-Leuchten bei Szenenaufrufen einen "Lauflichteffekt", insbesondere wenn Farbleuchten (die mehr Daten brauchen) beteiligt sind.

Die P44-DSB bietet seit Anfang die Möglichkeit, manuell Gruppen zu bilden, so dass mehrere DALI-Dimmer als eine Digital Strom-Leuchte im System erscheint. Der Nachteil ist, dass die Dimmer dann in jedem Fall parallel laufen und gar nicht mehr einzeln angesteuert werden können.

Deshalb ist in den meisten Fällen der "Optimizer" die bessere Lösung. Dieser bildet automatisch DALI-Gruppen und DALI-Szenen (je max. 16) für oft verwendete Digital Strom-Szenen, die dann perfekt synchron aufgerufen werden können. Der Optimizer führt eine Statistik über die verschiedenen Szeneneinstellungen und die Anzahl betroffener Leuchten, und weist den häufigsten Kombinationen (nach mindestens 4 Aufrufen) Szenen zu. Lange nicht verwendete Kombinationen werden mit der Zeit wieder freigegeben für neuere, oft verwendete.

Die Einstellungen für den Optimizer sind unter "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf zu finden:

DALI-Optimizer-Einstellungen

Folgende Einstellungen stehen zur Verfügung:

Optimization disabled
Standardeinstellung: Optimizer ausgeschaltet. Bei Problemen (Leuchten reagieren falsch bei Szenenaufrufen) als erstes diese Einstellung wählen.
Use existing Optimization
Der Optimizer verwendet die bisher gelernten Szenen, lernt aber nichts Neues mehr dazu. Damit kann man eine bewährte Situation einfrieren und vor Veränderungen schützen. Aber wenn die dS-Szenen verändert werden, greift der Optimizer mit der Zeit nicht mehr weil die gespeicherten Szenen nicht mehr vorkommen. Zuvor muss eine Weile die Einstellung "Automatically create optimizations..." verwendet worden sein, sonst hat diese Einstellung keine Wirkung.
Use existing Optimization, update when scenes are changed/saved
Der Optimizer verwendet die bisher gelernten Szenen, und passt die Einstellungen an, wenn die Szeneneinstellungen verändert werden, legt aber keine neuen Szenen an und löscht auch keine bestehenden. Zuvor muss eine Weile die Einstellung "Automatically create optimizations..." verwendet worden sein, sonst hat diese Einstellung keine Wirkung.
Automatically create optimizations based on usage statistics
Das ist die empfohlene normale Betriebsart. Der Optimizer führt eine Statistik über die aufgerufenen Digital Strom-Szenen und sorgt dafür, dass für die am meisten gebrauchten (ab 3 Leuchten) eine DALI-Szene verwendet wird, damit die Leuchten perfekt synchron schalten.
Clear Optimizer Cache (but no mode change) - use with care
Wenn diese Option angeclickt wird, dann wird der Optimizer Cache geleert, d.h. alle vorhandenen Optimierungen werden entfernt, und das Lernen beginnt von vorne. Der Optimizer-Mode wird dadurch nicht verändert.

Wenn das Log auf mindestens Level 6 eingestellt ist, erscheint nach jedem optimierten Szenenaufruf eine Statistik der Szenenaufrufe, die Zeile mit dem Stern ist die vom aktuellen Szenenaufruf betroffene.

[2022-11-30 20:16:50.913 N] Optimizer statistics after 88 optimizable calls for vDC 25FA7890CFB75913800265EE292CB2AB00 (Büro  DALI):
- 'callScene' called 7 times (weighted, raw=7), last 23 seconds ago, contentId=0, numdevices=7, nativeAction='DALI_scene_1'
* 'callScene' called 3 times (weighted, raw=3), last 21 seconds ago, contentId=5, numdevices=7, nativeAction='DALI_scene_0'
- 'callScene' called 4 times (weighted, raw=4), last 79515 seconds ago, contentId=0, numdevices=5, nativeAction='DALI_scene_2'
- 'dimChannel' called 9 times (weighted, raw=10), last 79531 seconds ago, contentId=0, numdevices=5, nativeAction='DALI_group_1'
- 'callScene' called 5 times (weighted, raw=5), last 6932 seconds ago, contentId=72, numdevices=11, nativeAction='DALI_scene_3'

DALI-Fehlersuche

Allgemeines Vorgehen

  1. Wenn Leuchten bei Szenenaufrufen anders als erwartet reagieren und der DALI-Optimizer eingschaltet ist, als allererste Massnahme den Optimizer ausschalten. Mit eingeschaltetem Optimizer ist die Fehlersuche sehr mühsam. Wenn danach die Leuchten wieder richtig reagieren, sollte der Optimizer zurückgesetzt werden, kann aber in der Regel danach wieder verwendet werden.

  2. Wenn angeschlossene Leuchten gar nicht in der Liste der P44-DSB erscheinen:

    • Sicherstellen, dass die Stromversorgung korrekt ist. Bei einem angeknacksten/ungeeigneten Netzteil oder einer falschen PPoE-Versorgung kann es sein dass das Gerät im Netzwerk erscheint, den DALI-Bus aber nicht korrekt ansteuern kann!
    • Testen, ob die Leuchte überhaupt auf DALI-Befehle reagiert: "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI bus diagnostics..." aufrufen.
    • Druck auf gelbe Taste "all lights off" muss alle am Bus angeschlossenen Leuchten ausschalten, genauso wie "all lights max brightness" alle einschalten muss. Eine Leuchte die hier nicht reagiert, ist defekt oder nicht richtig am Bus angeschlossen. In diesem Fall: DALI Bus-Verdrahtung überprüfen / messen.
    • Sind mehr als 64 DALI-Geräte angeschlossen? Achtung, einfache Mehrkanal-Dimmer ohne DT8 belegen u.U. für jeden Kanal eine Adresse. Mehr als 64 Adressen am gleichen Bus sind nicht möglich!
    • Wenn die Leuchten bei "all lights max/off" reagieren: Bus neu einscannen mit "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI bus diagnostics..." → "Scan for devices..." → "Look for new devices only...". Dies sucht nochmals auf dem Bus nach bisher nicht gefundenen Geräten. Geduld, das kann bei vielen Geräten am Bus 10min und mehr dauern.
    • Wenn die Leuchten jetzt immer noch nicht in der Liste sind: DALI Bus-Verdrahtung überprüfen / messen.
    • Auch einen Blick ins Log werfen, evtl. sind Fehlermeldungen sichtbar.
  3. Wenn angeschlossene Leuchten in Liste der P44-DSB erscheinen, aber ausgegraut dargestellt sind, dann heisst das, dass die Leuchte zwar beim letzten Neustart der P44-DSB oder beim letzten Bus-Scan korrekt ansprechbar war, aber jetzt nicht mehr.

    • Das deutet am ehesten auf einen Wackelkontakt hin.
    • z.B. bei DALI-Bus über Stromschienen, die nicht explizit für Bus-Kleinspannung geeignet sind, kann es an den Kontakten zu hohen Übergangswiderständen kommen - ein/ausklinken und etwas bewegen kann helfen.
  4. Wenn die angeschlossenen Leuchten in der Liste der P44-DSB erscheinen, und nicht ausgegraut sind: Zahnrädchen-Knopf drücken und mit den Schiebereglern die Funktion der Leuchte überprüfen. Wenn die Leuchte hier richtig reagiert, aber nicht via Szenenaufrufe oder vom dSS aus, dann handelt es sich nicht um ein DALI-Problem, sondern eher um ein Verbindungsproblem zwischen P44-DSB und dSS.

DALI-Bus-Verdrahtung

Mögliche Busprobleme sind:

  1. Wenn die Verkabelung zu hohe Übergangswiderstände hat (schlechte Kontakte) und in der Folge der Spannungabfall zwischen P44 und (einem, oder mehreren) DALI-Geräten auf dem Bus zu gross wird. Zwischen den DALI-Anschlüssen muss bei jedem Gerät mindestens 12V anliegen ansonsten ist eine einwandfreie Funktion nicht gewährleistet.

  2. Wenn einzelne oder mehrere DALI-Geräte defekt oder "angeknackst" sind, und den DALI-Bus zu sehr belasten. Ein einzelnes DALI-Gerät darf nicht mehr als 2mA Strom vom Bus beziehen, der ganze Bus insgesamt nicht mehr als 128mA (bzw. Anzahl Geräte * 2mA), s. "DALI-Bus messen" Wenn diese Werte überschritten werden, funktioniert insbesondere der Bus-Scan (Auslesen von Daten aus den DALI-Geräten) nicht mehr richtig. Es kann aber sein, dass die Ansteuerung über "Devices" → DALI-Kopfzeile → "(i)"-Knopf → "DALI bus diagnostics..." → "all lights max/min/off..." dennoch funktioniert, das ist also keine Garantie für einen einwandfreien Bus!

  3. Wenn der Bus irgendwo einen Kurzschluss hat. Normalerweise erkennt die P44-DSB das und zeigt es als Fehlermeldung an, aber wenn das kombiniert mit schlechter Kontaktierung und entsprechend hohem Spannungsabfall passiert, nicht unbedingt.

  4. Wenn der Bus bei angeschlossener P44-DSB einmal Fremdspannung hatte. Das kann zu einem Defekt in der P44-DSB führen (interne Chipsicherung, meist reparabel aber das Gerät muss eingesendet werden).

DALI-Bus messen

DALI-Bus-Messungen

Messung bei aktivem Bus ist nicht aussagekräftig

Wenn gerade ein Bus-Scan läuft, oder dauernd Szenen aufgerufen werden, dann ist das Messen von Bus-Spannung und -Strom nicht zuverlässig. Warten, bis Scans abgeschlossen sind. Die LED an der P44-DSB sollte grün leuchten, nicht wild gelb/rot flackern.

Die DALI-Bus-Spannung ist Gleichspannung

Entsprechend DC-Einstellung am Messgerät verwenden. AC-Messung zeigt u.U. auch etwas an, wenn der Bus nicht ganz in Ruhe ist, aber nichts Sinnvolles.

Bei Verdacht auf DALI-Bus-Probleme sollten gemessen werden:

  1. Zuerst, am einfachsten, schnell zu messen: die Spannung an der P44-DSB, an der grünen Klemme. Ist diese niedriger als ca. 14.5V, DALI-Bus abhängen und an der P44-DSB nochmals messen, um sicherzstellen, dass die Spannungsversorgung der P44-DSB funktioniert.

    • wenn ohne angeschlossenem Bus keine Spannung zu messen ist, dann ist die P44-DSB defekt (vermutlich interne Sicherrung durch Fremdspannung durchgebrannt, kann meistens repariert werden)
    • wenn die Spannung ohne Bus in Ordnung ist und nur mit angeschlossenem Bus keine oder ganz wenig Spannung zu messen ist, dann hat der Bus irgendwo einen Kurzschluss.
    • wenn die Spannung bei angeschlossenem Bus unter 14V fällt, aber ohne Bus auf ca. 14.5V ist, zieht eines oder mehrere Geräte auf dem Bus zuviel Strom -> Bus-Strom messen.
  2. Bei zu geringer Spannung an der P44-DSB: Bus-Gesamtstrom messen, eine DALI-Ader muss an der P44-DSB aufgetrennt werden: Der Gesamtstrom darf nicht mehr als 128mA sein, bzw. nicht höher als Anzahl Geräte mal 2mA. Bei einem kleinen Bus mit 4 DALI-Geräten sind also schon 20mA zuviel (4*2mA = 8mA max.) Ist der Strom höher, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eines der DALI-Geräte defekt und zieht zuviel Strom. Das fehlerhafte Gerät muss gefunden und entfernt werden, es stört auch die Kommunikation aller anderen Geräte.

  3. Bei zu hohem Gesamtstrom: Ein einzelnes DALI-Gerät darf nie mehr als 2mA Strom vom Bus beziehen. Moderne DALI-Geräte ziehen meist viel weniger, eher im Bereich 0.2mA. Je nach Verdrahtung kann der Strom bei einzelnen Geräten überprüft werden, oder Teile des Bus gemessen werden, um herauszufinden welches Gerät zuviel Strom zieht.

  4. Bei korrekter Spannung an der P44-DSB und nicht zu hohem Gesamtstrom: DALI-Spannung an nicht erkannten oder nicht richtig funktionierenden Dimmern/Treibern messen, und an den am weitesten entfernten Anschlüssen. Diese sollte überall mindestens 12V sein, besser höher. Ist die Spannung niedriger, gibt es vermutlich schlechte Kontaktstellen/Klemmen dazwischen auf dem Bus, die Spannungsabfälle verursachen; diese müssen gefunden und behoben werden.

Enocean

Allgemeines

  • EnOcean ist ein Funkstandard, der von Anfang an auf batterielose Sensoren und Taster ausgelegt wurde. Die notwendige Energie wird entweder aus mechanischer Energie (Betätigung von Tastern, Bewegung von Kontakten), Wärme (bei Heizventilen) oder auch Licht (Solarzellen) gewonnen. Es gibt aber auch netzgespiesene EnOcean-Geräte, und auch solche mit Batterien.

  • EnOcean verwendet in Europa das 868MHz-Band. In anderen Märkten gibt es auch 315MHz und 902Mhz, solche Module sind aber mit der P44-DSB nicht kompatibel.

  • Die Funktechnik und oft auch die Energiequelle stammt in fast allen Produkten von EnOcean selber. Auch das Funkmodul in der P44-DSB ist eines von Enocean, das TCM310. Obwohl es z.B. unzählige Hersteller von Tastern gibt, ist das technische Modul darin bei nahezu allen dasselbe (PTM215). Der Vorteil daran ist, dass es kaum Inkompatibilitäten gibt, weil die Basismodule immer dieselben sind. Enocean ist dadurch zu einem sehr verlässlichen, nicht allzu komplexen Gebäudefunk-Standard für langlebige Installationen geworden.

  • Jedes Gerät hat eine eindeutige Seriennummer, die als 8-stellige Hex-Zahl geschrieben wird: z.B. FEFFA86B oder 0183DB7E. Diese wird in der P44-DSB und auch im Konfigurator als Hardware-ID angezeigt. Bei Mehrfach-Geräten (üblichstes Beispiel: der Taster mit zwei Wippen) werden die Einheiten im Konfigurator mit einer Zusatz-Nummer, z.B. FEFFA86B-1, FEFFA86B-2 unterschieden. Weil die Seriennummern immer vorhanden und immer eindeutig sind, gibt es bei EnOcean (anders als bei gewissen DALI-Geräten) keine Verwechslungen. Ein EnOcean-Gerät erscheint immer und überall mit der gleichen ID und auch dSUID.

  • Das Protokoll besteht aus kurzen sogenannten Radio-Telegrammen. Eine Besonderheit ist, dass in vielen Fällen die Endgeräte entscheiden, wann sie Funkverkehr aufnehmen. Es ist also nicht möglich, z.B. einen Sensorwert zu einer beliebigen Zeit auszulesen, sondern der Sensor sendet z.B. von sich aus alle 10min, u.U. sogar nur alle 40min einen Wert. Das gilt auch für Heizventile - diese lassen sich nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt verstellen, sondern auch da vergehen 10-20 min bis das Ventil von sich aus ein Telegramm sendet - und nur genau zu diesem Zeitpunkt kann es auch ein Telegramm mit einem neuen Stellwert empfangen. Deshalb sieht/hört man nicht sofort, ob ein Stellbefehl vom dSS vom Ventil ausgeführt wird, sondern 10-20min später. EnOcean-Geräte, besonders Sensoren, haben i.d.R wenige oder gar keine Einstellungen, sondern sind für einen bestimmten Einsatzzweck gebaut.

Gerätekompatibilität, Profile

  • EnOcean-Geräte unterstützen eines (oder manchmal mehrere) sogeannte EnOcean Equipment Profile (EEP). Die Profile werden mit einer EEP-Nummer wie A5-20-01 bezeichnet.

  • Ältere Geräte bzw. deren Dokumentation verwendet manchmal noch eine ältere Schreibweise der Profilnummern:

    • statt A5-xx-xx steht 07-xx-xx
    • statt D5-xx-xx steht 06-xx-xx
    • statt F6-xx-xx steht 05-xx-xx Es handelt sich aber um die gleichen Profile, für die Kompatibilität spielt die Schreibweise keine Rolle.
  • Auf der plan44-Website sind die EEP-Nummern gelistet, welche von der P44-DSB aktuell unterstützt werden. Die Liste wird laufend erweitert, wenn neue Firmware neue Profile unterstützt.

  • Nur die EEP-Nummer ist entscheidend für die Kompatibilität - oft gibt es verschiedene Geräte, Hersteller, Bauformen für ein und dasselbe Profil. Meist ist die Profilnummer im Datenblatt eines Geräts irgendwo ersichtllich, aber manchmal muss der Hersteller angefragt werden.

  • Bei vielen Profilen ist die Funktion eindeutig, bei einigen jedoch (besonders bei F6-xx-xx) gibt es für die gleiche Profilnummer verschiedene Einsatzzwecke und -Varianten. Bei diesen erscheint unter "Devices" → Gerätezeile → "(i)"-Knopf → "Device has multiple configurations" eine entsprechende Auswahl.

    EnOcean-Profilvarianten

    Ein Rauchmelder erscheint deshalb z.B. nach dem Einlernen zuerst als Taster, und muss von Hand auf die Rauchmelder-Konfiguration umgestellt werden. Auch können Taster auf verschiedene Weise verwendet werden, z.B. als Auf/Ab-Wippen oder als Einzeltaster. Die gewählte Konfiguration wird in der P44-DSB gespeichert, und nicht im EnOcean-Gerät selber.

Ein- und Auslernen

Zum Ein- und Auslernen wird die P44-DSB in den Lernmodus gebracht, d.h. sie lauscht, bis ein Lern-Telegramm empfangen wird, und merkt sich dann die Enocean-Adresse, oder löscht sie, wenn sie schon vorher gespeichert war.

EnOcean-Geräte können auch via die Weboberfläche aus dem System entfernt werden: "Devices" → Gerätezeile → "(i)"-Knopf → "Remove device...", anstatt sie auszulernen.

Auslernen ist nicht gleich Löschen

Beim Löschen über die Weboberfläche wird das Gerät aus dem System entfernt und alle dazugehörige Konfiguration gelöscht (Namen, Digital Strom Gruppe/Farbe etc.). Beim Auslernen wird das Gerät zwar auch entfernt, die Konfiguration bleibt aber erhalten, d.h. wenn das gleiche Gerät später wieder eingelernt wird, ist es wieder so konfiguriert wie es vorher war. Beim Löschen über die Weboberfläche wird bei Geräten mit mehreren Elementen (Taster z.B.) auch nur das betreffende Element gelöscht, die anderen bleiben erhalten. Beim Auslernen verschwinden alle Elemente des ausgelernten Gerätes.

Taster und einfache Sensoren (F6-xx-xx und D5-xx-xx)

Diese Geräte kennen keinen separaten Lern-Modus, sondern senden bei jeder Betätigung dasselbe Telegramm.

Wenn während des Einlernvorgangs eines Tasters in der Nähe zufällig ein anderer Taster betätigt wird, dann könnte dieser versehentlich eingelernt werden.

Damit das nicht passiert, werden diese Geräte nur eingelernt, wenn von ihnen ein genügend starkes Funksignal empfangen wird, d.h. wenn das Gerät ca. im Umkreis von 30cm oder näher an der P44-DSB ist.

Wenn das Gerät aus einem Grund nicht so nahe gebracht werden kann, kann man das Einlernen auf der Weboberfläche auch ohne den "Nähe-Test" (w/o proximity check, Button mit roter Schrift rechts) durchführen, mit dem Risiko dass versehentlich ein anderes Gerät eingelernt wird.

Ein/Auslern-Button

Überflüssige Tasterhälften entfernen

In nahezu allen Tastern steckt das gleiche Modul (PTM215), welches Kontakte für zwei Tasterwippen (oder 4 Einzeltaster) hat. Einzig die Tasterkappen machen den Unterschied, ob für die Benutzer:in tatsächlich zwei Wippen oder nur eine zur Verfügung steht. Nach dem Einlernen erscheinen EnOcean-Taster immer als 2 separate Wippen - bei einem Einzeltaster bleibt aber die zweite Wippe ohne Funktion, und kann via Web-Oberfläche entfernt werden.

Andere Geräte (A5-xx-xx und D2-xx-xx)

Diese Geräte senden eine separate Lern-Aktion (ausgelöst durch eine spezielle Taste, einen Magnetkontakt, etc.), die sich vom Normalbetrieb unterscheidet. Netzbetriebene Geräte senden manchmal die Lern-Aktion einmal nach dem Anlegen der Versorgungsspannung. Details dazu müssen in der Dokumentation des Herstellers nachgelesen werden.

Deshalb wird bei diesen Geräten die Funksignalstärke nicht bewertet, d.h. sie können und sollen immer normal ein- und ausgelernt werden (Knopf ohne rote Schrift)!

Verschlüsselung

Neuere EnOcean-Geräte unterstützen verschlüsselte Verbindungen. Diese können, auch wenn die Encean-Hardware-ID eines Geräts bekannt ist, nicht einfach abgehört oder durch einen Angreifer mit einem Störsender simuliert werden. Ansonsten funktionieren sie gleich wie unverschlüsselte Verbindungen.

  • Die üblichen Taster mit dem PTM215-Modul lassen sich durch Abnehmen der Tastenkappe und spezielle Click-Kombination auf die darunterliegenden Kontakte zwischen unverschlüsselt und verschlüsselt umschalten. Von einigen Herstellern gibt es dazu eine "Verschlüsselungswippe" die bei den notwendigen Mehrfach-Clicks hilft.

  • Bei anderen Geräten kann die Einlern-Aktion mit oder ohne Verschlüsselung gestartet werden (Lern-Knopf länger oder kürzer halten, oder mehrfach betätigen etc.). Da gibt es unterschiedliche Verfahren, die Details müssen in der Dokumentation des jeweiligen Herstellers nachgelesen werden. Bei einigen Geräten ist es ein bisschen ein Geschicklichkeitsspiel, die Einlernsequenz richtig hinzukriegen - die Herstellerangaben müssen sehr genau befolgt werden damit es klappt.

  • Ein mit Verschlüsselung eingelerntes Gerät kann nicht mehr auf unverschlüsselt herabgestuft werden, ohne es vorher via Webinterface zu löschen.

  • Ob ein Gerät verschlüsselt verbunden ist, kann unter "Devices" → Gerätezeile → "(i)"-Knopf → "Technical detail..." eingesehen werden, wenn dort steht "With secured communication", dann ist die Verbindung verschlüsselt:

    Verschlüsselungs-Status

Reichweiten, Signalstärke, Messen

  • Probleme mit EnOcean hängen meistens mit der Funkausbreitung zusammen.

  • Die Reichweite von EnOcean kann je nach Umgebung stark variieren. In den Beipackzetteln von Geräten gibt es oft einige Hinweise zur richtigen Platzierung.

  • nützliche genauere Informationen zur Reichweitenplanung stellt EnOcean in einer Application Note zur Verfügung.

  • Mit sogenannten Repeatern ("Wiederholer"), die alle Telegramme aus der Umgebung empfangen und mit voller Signalstärke weitersenden, kann die Reichweite erhöht werden. Bei EnOcean sind maximal 2 Repeaterstufen möglich. Repeater haben als einzige Konfiguration (üblicherweise über einen Schalter) die Einstellung, ob sie als 1. Stufe oder 2. Stufe arbeiten.

  • Ein Signal, das über Repeater geht, verzögert sich ein bisschen (und noch ein bisschen mehr wenn es 2 Stufen sind). Das ist für Sensoren meist unkritisch, aber kann für Taster neagtiv spürbar sein (besonders Multi-Click oder Dimmen).

  • Um die Signalstärke in der Übersicht zu beurteilen, zeigt die P44-DSB in der Status-Spalte unter "Devices" die Signalstärke (RSSI) des letzten Telegramms an (nicht laufend aktualisiert, Liste neu laden um aktuelle Werte zu sehen). Der Status wird grün gezeigt wenn die Signalstärke gut (im Bereich -60..70dBm) ist, und wandert gegen rot wenn die Signalstärke schwach ist (gegen -90dBm hin). Der Status kann allerdings auch rot angezeigt werden wenn z.B. die Versorgungsspannung zu tief ist oder sonst ein Problem vorliegt.

  • Um ein einzelnes Gerät zu beurteilen: Infofenster öffnen über "Devices" → Gerätezeile → "(i)"-Knopf. Hier wird der Status ebenso angezeigt, und die Anzeige wird automatisch alle paar Sekunden aktualisiert. So kann man etwa mit einem Taster sich in einem Raum bewegen und an verschiedenen Orten clicken, und dabei den Status beobachten, um einen Eindruck von der Funkausbreitung zu erhalten.

  • Der Status zeigt Signalstärke (RSSI) des zuletzt empfangenen Telegramms an und die Anzahl Repeater, über die es weitergeleitet wurde. Beispiele:

    -91dBm (1 Rep., 1h 42' ago)
    Ein schwaches Signal -91dBm, das über einen Repeater 1 Rep. vor einer Stunden und 42 Minuten 1h 42' weitergeleitet wurde.
    -51dBm (25" ago)
    Ein sehr gutes Signal -52dBm, direkt empfangen vor 25 Sekunden.
  • Ein schwaches Signal heisst nicht unbedingt, dass es zu schwach ist. Solange es von der P44-DSB erkannt wird und angezeigt wird, ist die Funktion gewährleistet. Ein schwaches Signal ist erstmal nur ein Hinweis, dass (aufgrund von Schwankungen) möglicherweise nicht jedes Telegramm sicher ankommen könnte. Erst wenn die angezeigte Zeit seit dem letzten emfangenen Signal länger als aus der Dokumentation des Geräts zu erwarten ist (Intervall je nach Sensor sehr unterschiedlich, Dokumentation des Geräts sollte Auskunft geben, üblicherweise 5-20min) ist evtl. ein Repeater oder eine externe Antenne zu empfehlen.

  • Ein Repeater wird im Status nur sichtbar (1 Rep. oder 2 Rep.), wenn er tatsächlich zum Einsatz kommt, d.h. nur wenn die P44-DSB das Originalsignal nicht emfangen konnte. Solange die P44-DSB das Signal direkt empfängt, auch wenn es schwach ist, ist das ok so. Deshalb: wenn wegen einem schwachen Signal ein Repeater installiert wird, ändert er das Bild in der Statusanzeige nicht unmittelbar - aber er erfüllt dennoch seine Funktion, weil er eben gerade die Signale weiterleitet, die sonst gar nicht angekommen wären, und so das System zuverlässiger wird.

Externe Antennen an P44-DSB-DEH2 und P44-DSB-E2

  • Je nach Montageposition der P44-DSB kann eine externe, mit Kabel abgesetzte Antenne anstatt der mitgelieferten Stabantenne die Funkausbreitung verbessern, meist vor allem deswegen, weil die externe Antenne besser ausgerichtet werden kann.

  • Es kann im Prinzip jede für 868Mhz geeignete Antenne mit SMA-M-Stecker verwendet werden, z.B. dieses Model (CH-Lieferant) oder dieses Model (China direkt).